Christoph Heer nennt sich «Communicator», ist zweifelsfrei eine polarisierende Persönlichkeit, wohnt am Thutplatz und hat sich mit der Interessengemeinschaft «PIAZZA» – welcher auch die Konditorei Leutwyler angehört – der Revitalisierung der Zofinger Altstadt verschrieben. Hier sein spontanes Statement: «Das Wort Begeisterung gehört zu den überstrapazierten Vokabeln, ich nehme es eigentlich selten in den Mund. Was Hans Leutwyler jahrein, jahraus mit seinem 25-köpfigen Team aus diesem vergleichsweise kleinen Altstadtgebäude herausdrückt, begeistert mich aber wirklich. Hier scheint jeder Zentimeter optimal genutzt wie in einer Raumkapsel, die Abläufe sitzen wie die Griffe eines Free-climbers, die Truppe ist top-organisiert wie die «Navy Seals» und trotzdem läuft scheinbar alles ohne Hektik und harmonisch ab. Fast friedlich. Zumindest was man an der Front mitbekommt. Nicht ganz selbstverständlich: So unterschiedlich das Personal in Charakter und Wesen ist, so gut scheint es doch zu geigen. Hier spürt man unweigerlich einen «Spirit», kaum kommt man in
den Laden.

Mir – und wem auch nicht? – ist Hans Leutwyler schon aufgefallen, als er frisch nach Zofingen gekommen ist. Nicht bloss, weil wir um drei Uhr morgens schon Wurstweggen über die Gasse bekamen… Mir gefallen «schräge Vögel» und Hans Leutwyler ist weissgott nicht das, was man sich unter einem klassischen Bäcker-Konditor vorstellt. Tattoos, Piercings, Männerrock… Da braucht es Mut und wohl eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, sich in Zofingen eine Existenz aufbauen zu wollen. In Zofingen! Vor allem aber muss man eines sein: Einfach gut. Vielleicht besser.

Mein alter Vater sagt, Leutwyler sei der einzige, der noch ein richtiges Roggenbrot machen könne, mir hat’s das Maggia-Brot angetan (immer das schwärzeste) und meine Freundin würde nie eine andere «Züpfe» kaufen. So hat jeder seine Vorlieben. Irgendwie ist es wie mit den Spaghetti: Jeder behauptet, er könne einen Sugo machen, und trotzdem erlebt man selten ein richtig sehnsüchtiges Heimweh nach Napoli. Ja, ich bin ein Fan von Leutwyler’s Broten. Oder die Pâtisserie: Wo immer ich eine Schachtel voll mitbringe oder eine Torte – es wird nicht einfach gegessen, es wird kommentiert, gewollustet und gefragt «wie, warum, woher?». Meine schweizerisch-italienisch- australische Genuss-Jassrunde würde wohl eher abgeblasen als ohne Dessert vom Leutwyler erzwungen. Das wäre wie Skifahren ohne Après-Ski. Ein absoluter Hammer sind die Crèmeschnitten, die wir in der Umbauphase als «Baustellen-Crèmeschnitten» gleich dutzendweise verdrückt haben. Und die Himbeertorte müsste meines Erachtens eigentlich Himmlischbeertorte heissen. Die Torten sind eigentlich alle Weltklasse.

Ja, die Baustelle. Mir hat dabei einiges imponiert. Zum Beispiel, dass jemand für so einen kleinen Laden einen Umbau in finanzieller Einfamilienhäuschen-Dimension hinlegt. Hans Leutwyler hätte es ausserhalb der Stadtmauern viel bequemer haben können. Dieses Engagement und Bekenntnis zur Altstadt rechne ich ihm hoch an. Damit setzt er ein lautes Ausrufezeichen – hoffentlich löst er damit für alle Gewerbler einen Motivationsschub aus! Und das Ganze – typisch Hans – perfekt geplant bis ins kleinste Detail. Ich hab’s mir erklären lassen und war schlicht baff. Und noch was Sympathisches ist mir aufgefallen: Andere hätten den Laden während des Umbaus einfach dicht gemacht. Dass Leutwyler mit viel Aufwand und organisatorischen Verrenkungen seine treuen Kunden draussen mit einem Light-Programm weiter bediente – so gut kenne ich ihn –, war wohl weniger umsatz-gesteuert als ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber seiner Klientel. Für mich ist Hans Leutwyler eine Gallionsfigur unseres Altstädtchens: Schrill, eigenwillig, kreativ, professionell – und erfolgreich. Ein kleines Bollwerk gegen Lamentieren und Resignation. Schaut her, es geht doch! Müsste man Zofingen eines schönen Tages mal umbenennen, ich könnte mir durchaus «Leutwyla » vorstellen…»

Morgen startet die Heitere Open Air Woche. Wir sind dieses Jahr ebenfalls auf dem Gelände präsent. Bei uns gibt es Berliner, Wurstweggen, Crêpes (süss und salzig), Nussgipfel, Mandelgipfel, Chnoblibrot und Hawaiibrot. Zusätzlich bieten wir am Aussenstand für die Zeltplatzbewohner diverse Zmorgeprodukte wie Konfi, Käse, Butter, Brot, Gipfeli und Kafi an. Wir wünschen euch jetzt schon eine tolle Heitere OpenAir Woche!

Ab sofort gibt es bei uns das Pain Paillasse in den Sorten ruch und rustick.

Ramona Kammermann (rechts) – Konditor-Confiseur (mit Note 5.3 beste praktische Prüfung im Kanton Aargau)

Yvonne Portmann (links) – Branchenspezialistin Bäckerei/Konditorei/Confiserie – Verkauf (Note 5,1)

Silvia und Hans Leutwyler freuen sich über den grossartigen Erfolg ihrer «Schützlinge»

Wir kennen diese Redewendung. Wenn jemand etwas fast Unmögliches sucht, das einfach über die Normalität hinauszugehen scheint, fällt nicht selten dieser zwar nicht ernst gemeinte Spruch. Aber Vorsicht – der kreative Maître Confiseur am Kirchplatz in Zofingen machte puren Ernst daraus.

Zur Vorgeschichte: Eine Zürcher Event-Agentur suchte für die Firma Samsung ein ganz spezielles Kunden-Geschenk zur Einführung ihres neuen Mobiltelefons. Es sollte eine Torte sein, die auch per Post verschickt werden kann. So mit Rahm und Buttercrème. Zudem müsste sie irgendwie mit der Optik des neuen Natels korrespondieren. Man spielte mit offenen Karten: 4 Firmen durften offerieren.
Dass die Zürcher Agentur dabei auch auf die Provinz-Bäckerei Leutwyler zukam, überrascht. Das lässt vermuten, dass man sogar in Zürich «gehört» hat, dass Unmögliches hier möglich gemacht wird. In seiner Offerte liess Hans Leutwyler seine grosse Erfahrung für Postversand-taugliche Torten einfliessen und schlug Linzer-, Nuss-, Sacher-Torte oder Schokoladekuchen vor. Crème und Rahm seien hier kein Thema. Die Wahl fiel auf einen saftigen, schmackhaften Schokoladekuchen. Ein Mürbeteigboden bestrichen mit Himbeerkonfitüre bildete die Basis und gab Stabilität. Der Überzug war ein in der gewünschten Farbe per Airbrush gestalteter Rollfondant. Das Bild des Telefons wurde von der Agentur geliefert. «Analog einer Foto können wir Bilder im Computer einlesen und dann auf Zuckerpapier mit Lebensmittelfarbe drucken,» erläutert Hans Leutwyler und ergänzt: «Das Bild wird dann mit Zuckersirup auf den Kuchen «geklebt» und anschliessend das Ganze in Folie eingeschrumpft. So sind die Kuchen hygienisch einwandfrei verpack- und versendbar. Die Folie hat den Hochglanzeffekt des Gerätes perfekt unterstützt.»
Das Muster lieferte Hans Leutwyler persönlich in Zürich ab, damit es ganz sicher termingerecht am Tag der Entscheidung vorlag.

Dann hiess es warten… bis der Anruf aus Zürich kam: «Ihr Produkt war zwar das Teuerste, man sah aber, dass es mit Liebe und viel Kreativität hergestellt wurde – kurz das Beste ist. Das gilt für die fachliche Beratung als auch für das Produkt und die ganze Aufmachung. Sie können 500 «Samsung-Telefone» liefern!» Rund die Hälfte ging per Post termingerecht an die Kunden, die restlichen Schokoladekuchen-Telefone wurden durch Samsung-Verkäufer persönlich verteilt. Und das mit Begeisterung und Freude.
Schon eine Reihe Firmen haben die Leutwyler- Kreativität genutzt, um ihre Kunden mit aussergewöhnlich genussreichen Produkten zu überraschen – und dies nachweisbar mit hohem Sympathie- und Werbe-Effekt. Also ist der Spruch «bim Beck la bache» überhaupt nicht mehr realitätsfremd. Im Gegenteil!

«Gerne möchten wir die Gelegenheit nochmals nutzen, um Ihnen für Ihre Bemühungen und den Einsatz zu bedanken. Wir sind uns bewusst, dass es sich um eine grosse Herausforderung handelte welche sie mit Bravour gemeistert haben. Jederzeit gerne wieder eine solche Aktion mit Ihnen!» (Loredana de Luca, Spool AG, Zürich)

Dank neuem kundenfreundlichen Kassen-System bieten wir Ihnen die personifizierte Leutwyler-Kundekarte an! Einkaufen wird einfacher, zeitsparender und entspannter.

Was sind Lukullus-Kugeln? Magnum Champagner Truffes – mit eingelegter Cognactraube, je hälftig mit hausgemachtem Caramel und zartbitterer Schokolade-Rahmfüllung, beides mit «Marc de champagne» parfümiert. Die Herstellung erfolgt «von Hand» im eigenen Betrieb am Kirchplatz 12.

Grund genug für Yvonne Portmann – vom Laden-Team, im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Branchenspezialistin an der Fachschule Richemont in Luzern – für ihre Prüfungsaufgabe «Schaufenster» dieses edle Produkt zum Thema zu machen.

Froschkönig – der verwunschene Prinz… Ist die dekorative Leitfigur. Die goldene Kugel – mit der die Prinzessin spielte, fiel in den Brunnen. Der Frosch holte sie und wollte sie gegen einen Kuss wieder aushändigen.

Die Lukullus-Kugeln fallen nicht in den Brunnen, sondern schon eher in den Schoss.
Auch muss kein Frosch dafür geküsst werden. Entdecken Sie diese «Krone» unter den Köstlichkeiten von Maître Confiseur.
Damit lässt sich manches «Prinzen- oder Prinzessinnen-Herz wach küssen»!

Mit ein wenig Glück… können Sie beim «Froschkönig-Wettbewerb» wertvolle Preise gewinnen. Wettbewerbskarten erhalten Sie im Laden.

Mitmachen lohnt sich!